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Von Gisela StadlerBeutelsbach. Die Bürgerversammlung im Gasthaus Bichlmeier war für Bürgermeister Josef Eglseder in zweifacher Hinsicht ein erfreuliches Ereignis: Er konnte so viele interessierte Gemeindebewohner wie schon lange nicht mehr begrüßen und er wurde auch noch mit einem „Ziegelstein-Orden“ ausgezeichnet. Die Kinder der Schule Beutelsbach haben ihm und den anwesenden Gemeinderäten mit der Verleihung dieses selbstgebastelten Ordens in Form eines Ziegelsteines dafür gedankt, dass die schon seit längerer Zeit dringend notwendige Sanierung des Klassenraumes für die erste und zweite Klasse so gut gelungen ist. Mit der zusätzlichen Überreichung eines Notizzettels und eines Kugelschreibers wurde dezent darauf hingewiesen, dass noch weitere Wünsche seitens der Kinder und der Schulleitung offen wären: Unter anderem der Ausbau des Klassenraumes für die dritte und vierte Klasse (dieser Wunsch wird ohnehin bis zum Schulbeginn im Herbst 2010 in Erfüllung gehen) und die Pflasterung des Schulhofes. Zu Beginn des nun folgenden offiziellen Teils der Bürgerversammlung begrüßte Bürgermeister Eglseder neben Ehrenbürger Manfred Greil und den Bürgermedaillenträgern Franz Klinger und Konrad Greil auch den neuen Geistlichen des Pfarrverbandes Aidenbach/Beutelsbach, Pfarrer Robert Rödig. Mit einer Gedenkminute wurde der im Jahr 2009 verstorbenen Gemeindebürger gedacht.Trotz der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 ist Beutelsbach finanziell relativ gut aufgestellt gewesen, skizzierte der Bürgermeister in seinem Finanzbericht. Die Einnahmen aus der Einkommen- und Gewerbesteuer hatten sich erheblich erhöht. Der finanzielle Ausblick auf das Haushaltsjahr 2010 verhieß allerdings weniger Gutes. Die größte Baumaßnahme des abgelaufenen Jahres und der höchste finanzielle Aufwand der Gemeinde war die umfassende Sanierung der Kläranlage für 277 000 Euro. Die anfallenden Kosten wurden nicht auf die Gebühren umgelegt, sondern werden mit Verbesserungsbeiträgen der Nutzer abfinanziert.Nicht jeder, dem ein Zahlungsbescheid zugestellt wurde, habe diesen kritiklos hingenommen. Die Zahlungen seien aber trotzdem zügig eingegangen erklärte der Bürgermeister und bedankte sich bei allen Betroffenen. Bis zum Jahr 2013 müssen zudem noch einige Ortschaften an die Abwasserentsorgung angeschlossen werden. Josef Eglseder hofft, dass bis dahin noch staatliche Fördermittel zur Verfügung stehen.Nicht gerade eine positive Entwicklung sieht der Bürgermeister bei der weiteren Ansiedlung von Gewerbebetrieben. Zur Zeit erweitere lediglich die bereits in Tillbach ansässige Firma Kern ihren Betrieb, berichtete Eglseder. Eventuell könnte es außerdem noch mit dem Bau einer bereits seit längerem geplanten Photovoltaikanlage im Außenbereich klappen. Im privaten Baubereich wurden im vergangenen Jahr 18 Bauanträge genehmigt. Zum Bedauern des Bürgermeisters konnte - trotz günstiger Grundstückspreise zwischen 15 und 22.50 Euro pro Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten - kein weiterer Bauplatz verkauft werden.Der abschließende Dank von Bürgermeister Eglseder ging an die Vereine und die Mitglieder der Feuerwehr. Durch ihre Veranstaltungen und Aktivitäten werde das Zusammengehörigkeitsgefühl und das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde wesentlich gestärkt. Sein herzliches Vergelt’s Gott galt auch all denjenigen, die sich in irgendeiner Weise in der Gemeinde oder in der Pfarrei mit einbringen und für ein funktionierendes Miteinander in Beutelsbach sorgen.
Quelle: Vilshofener Anzeiger
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